In der 11. Runde stand das extrem wichtige Spiel zu Hause gegen den SV Ausserberg an und erneut konnte man nicht auf alle Stammkräfte zurückgreifen. Die Verletzungshexe hatte wieder zugeschlagen und so erwischte es David am letzten Samstag in Zermatt und Captain Michel am Freitag im Training. Nichtsdestotrotz ging man mit einer schlagkräftigen Truppe an den Start und man schöpfte Motivation aus der Tatsache heraus, dass man Ausserberg beim letzten Aufeinandertreffen auf heimischem Terrain bezwingen konnte.

Zu Beginn des Spiels merkte man beiden Teams an, dass es in diesem Spiel um sehr viel ging. Es gab praktisch keine zusammenhängenden Spielzüge.
Für Saas-Balen galt vor dem Spiel: Verlieren verboten! Und vielleicht, war gerade dieser Druck zu gross: Ausserberg konnte nach einem abgefälschten Einwurf in Führung gehen. Von diesem Schock erholte man sich mehr schlecht als recht, hatte man doch auch noch einige Male Glück, als der Ball nur an die Torumrandung prallte. Aber auch selbst hatte man einige Chancen, die durchaus zum Torerfolg hätten führen können. Dafür war aber einfach der Fussballgott zu wenig auf der Seite von Saas-Balen und so war es der SV Ausserberg, der zum 2:0 einnetzen konnte, was zugleich das Pausenresultat war.

In der zweiten Halbzeit versuchte der FC Saas-Balen nochmals alles, was in seinen Möglichkeiten stand. Allerdings kassierte man noch ein weiteres Tor und der Anschlusstreffer von Diego kurz vor Schluss kam viel zu spät. So konnte man dem Gegner nicht mehr wirklich gefährlich werden. Über alles gesehen wohl ein verdienter Sieg für den SV Ausserberg.

Theoretisch könnte man Ausserberg wohl noch abfangen aber dazu bräuchte es wohl ein kleines Wunder. Der FC Saas-Balen wird also höchstwahrscheinlich auch, wie schon in der letzten Saison, Leergeld bezahlen. Betrachtet man die Umstände unter welchen der FC Saas-Balen Fussball spielt (knappes Kader mit vielen Aushilfspieler, Grossteil der Stammkräfte wohnt und arbeitt auswärts, praktisch keine geordneten Trainings mehr) kann man immer noch stolz auf sich sein. Nichtsdestotrotz kann man wohl dem SV Ausserberg zum erneuten Meistertitel gratulieren. In den letzten Spielen möchte man trotzdem noch einen guten Platz in der Tabelle ergattern, obwohl das natürlich nur ein kleiner Trost sein wird...